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Holzpfähle

The Wood Story

Die Wechselbeziehungen zwischen der Natur und dem Menschen sind an keinem anderen Beispiel so eindrucksvoll nachvollziehbar wie bei Holz.

Als elementarer Naturrohstoff wird Holz schon seit über 400.000 Jahren vom Menschen genutzt.

Unentbehrlich als Brennstoff, als Material für Gegenstände des täglichen Gebrauchs, für die Kunst und als Baumaterial, bezeugt dieser natürliche Rohstoff eine vielfältige und ideenreiche Nutzung bis in die Gegenwart.

Kein Handwerk der letzten Jahrtausende wäre ohne Holz ausgekommen ob als Werkzeug, Werkbank, Werkstoff, Brennstoff und Rohstoff.

Massiv, gespalten, zerspant, zerrieben, aufgelöst und verbrannt; Holz ist bis heute unverzichtbar.

Auf Flößen und Schiffen wurde die Welt erobert, als Papier trägt und bewahrt es Informationen. Wir essen und trinken von hölzernen Tischen, sitzen auf hölzernen Stühlen, spazieren auf hölzernen Böden und schlafen in hölzernen Betten.

Wir spielen mit Holz und machen mit ihm Musik. 

Holz besteht aus Millionen von Zellen mit isolierenden Hohlräumen und Zellwänden, die Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben. Fußböden, Wände und Möbel aus Holz haben die gleichen Eigenschaften und sorgen in unseren Wohnungen für ein gesundes Wohnklima.

 

Holz ist dabei nicht nur ein schönes Material, sondern auch ein besonders nachhaltiges: Bei der Gewinnung und Verarbeitung wird weniger Energie benötigt als bei anderen Rohstoffen. Holz ist vollständig wieder verwendbar und belastet damit auch am Ende seines Lebensweges die Umwelt nicht.

Herbstblätter
Baumstamm
Gestapelte Holz-Protokolle
Ast

Entstehung von Holz

 

 Mark

 Jahresringgrenze

 Harzkanäle

 primäre Holzstrahlen 

 sekundäre Holzstrahlen 

 Kambium

 Holzstrahlen des Bastes 

 Korkkambium

 Bast

 Borke

Holz wird vom Kambium, dem Bildungsgewebe zwischen Holz und Rinde, gebildet (sekundäres Dickenwachstum). Bei der Teilung einer Kambiumzelle entstehen zwei Zellen, von denen eine ihre Teilungsfähigkeit behält und zu einer neuen Initialzelle heranwächst. Aus der anderen wird eine Dauerzelle, die sich noch einmal oder mehrmals teilt. Aus den später zu Leitungs-, Festigungs- oder Speichergewebe ausdifferenzierenden Zellen entsteht nach innen Holz (sekundäres Xylem). Nach außen entsteht Bast (Phloem, sprich Phlo-em), aus dem die Innenrinde besteht und aus dem später die vom Phellogen gebildete Borke entsteht. Die Produktion von Xylemzellen übersteigt die Produktion von Phloemzellen um ein Vielfaches, so dass der Rindenanteil am gesamten Stamm nur etwa 5 bis 15 Prozent beträgt.

In der nördlichen gemäßigten Zone gibt es klimatisch bedingt vier Wachstumsphasen:

  • Ruhephase (November bis Februar)

  • Mobilisierungsphase (März, April)

  • Wachstumsphase (Mai bis Juli): Holzzellen, die in dieser Jahreszeit entstehen, sind großlumig, dünnwandig und von heller Farbe und bilden das sogenannte Frühholz

  • Depositionsphase (August bis Oktober): Holzzellen, die in dieser Jahreszeit entstehen, sind kleinlumig, dickwandig und von dunkler Farbe und bilden das sogenannte Spätholz (bzw. Herbstholz)

 

Durch dieses zyklische Wachstumsverhalten entstehen Jahresringe, die deutlich in einem Querschnitt durch einen Stamm erkennbar sind (siehe auch Dendrochronologie).

Stump Grinding
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